In den 60-er bis 80-er Jahren waren die damaligen Grossclubs GC, Amicitia, Rot-Weiss Zürich, HC Wollishofen, LCZ, TVU und andere aktiv mit Nachwuchsförderung beschäftigt. In den 90-er Jahren waren durch Fusionen, Auflösung, Ausdünnung und mangelnden Finanzen effektiv nur noch Amicitia und mit Abstrichen der RWZ in der Nachwuchsförderung tätig. Amicitia hatte eine blühende Leistungs-Nachwuchs Bewegung, der Breitensportbereich jedoch war ausgestorben. RWZ betrieb Breitensport.
1997 startete ich bei GC unter dem Präsidenten Fritz Maurhofer eine leistungsorientierte Nachwuchs förderung, in dem ich den Nachwuchs von GC (damals 7 Kids!) mit dem Nachwuchs von RWZ zu einer Spielgemeinschaft zusammenband. Durch eine einmalige, gütige Mithilfe des SHV (NLA-Vereine durften einen Inter-Platz im U19 und im U21 einnehmen, ohne auf dem Spielfeld aufsteigen zu müssen) gelang es innert 2 Jahren eine kleine Leistungsabteilung bei GC/RWZ aufzubauen. Amicitia als Top-Nachwuchsverein und GC/RWZ als Leistungs-Nachwuchsverein waren jedoch gegen die Clubs aus St.Gallen, Schaffhausen, Bern, Thun, Luzern, Suhr jeweils im Nachteil, weil auf dem Platz Zürich die Rivalität zwischen GC und Ami die Spielerbasis halbierte, die Kosten jedoch verdoppelte.
Im Jahr 2002 beschlossen dann GC (unter Noldi Schuler) und Ami (unter Schäme Weber) die Gründung einer gemeinsam geführten Leistungs-Nachwuchsbewegung auf dem Platz Zürich unter dem neuen Label GAN Foxes Zürich. Gegenüber dem SHV sind die GAN Foxes eine Spielgemein schaft von GC und Ami und nicht ein eigener Hanballclub. Sämtliche technischen Ressourcen der beiden Grossclubs wurden vereint und gemeinsam verwaltet (Hallen, Bälle, Dresses, Meldungen SHV/ZHV usw.).
Innert zwei Jahren zeigte es sich, dass der so entstandene gemeinsame Nachwuchsbereich zu gross wurde, um allen gerecht zu werden und es wurde der „Hobby“-Bereich in die Albis-Foxes ausgegliedert. „Albis“ war ein neu gegründeter Zusammenschluss von RWZ, Spose Kilchberg und dem TV Adliswil, um gemeinsam mit dem Personal und Know-How der GAN Foxes eine Hobby Bewegung aufzuziehen. Damit konnten sich die GAN Foxes auf den eigentlichen Leistungsnachwuchs konzentrieren.
Die Handball-Nachwuchsförderung in Zürich wurde durch die Bündelung der Kräfte zu einer veritablen Erfolgsstory. GAN Foxes wurden zum Leistungszentrum der Schweiz schlechthin. Von den in den letzen vier Jahren vom SHV vergebenen 19 Medaillen gewannen die GAN Foxes 12x Gold, 3x Silber und 4x Bronze, waren also in jeder Kategorie immer auf dem Podest!
Gleichzeitig gelang es durch die Bündelung der Kräfte einerseits genügend Trainer-Nachwuchs auf dem sehr ausgetrockneten Trainermarkt zu akquirieren und andererseits in der Zusammenarbeit mit dem Sportamt der Stadt Zürich zwei neue Nachwuchsbewegungen im Mittel- und Oberstufenbereich zu gründen: Das „Talent Zürich“ Anschlussprogramm zum „Talent Eye“ Programm des BASPO für 3.- und 4.-Klässler und das Handballprogramm der Sportschule MSP im Birch für Sekundarschüler. Aktuell bewegen wir täglich 17 Sportschüler im MSP.
Im Breitensportbereich sind die Albis Foxes nicht minder erfolgreich, finden sie doch wohl nicht zuletzt wegen dem guten Ruf der Foxes immer wieder ehrenamtliche Trainer, die ihre Teams zu trainieren bereit sind und haben sie alle Hallen gut gefüllt mit Handballern, die den Sport primär als Freizeit beschäf tigung betrachten. Von U11 bis U19 ist der Andrang an Spielern gross, während andere Vereine in und um Zürich Mannschaften mangels Spieler und Trainer zurückziehen müssen.